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Derk
von Hüls, Postfach 1134, D-64807 Dieburg, Tel. 06071 25276, DE111706855
DERK's boshafte
Waffenkritik. Besuch dieser Page auf eigene Gefahr!!
Last up-date:02.01.2005
BAUSTELLE!
Eltern haften für Ihre Kinder
(in
der Waffenbranche haftet kein Aas für den produzierten Mist: "Der
Kunde ist mündig" und flachkundig obendrein)
Hier bespreche
ich hauptsächlich Pistolen und Revolver, aber hier und dort wird mal
eine Langwaffe erwähnt. Nur sehr gute oder
abgrundtief schlechte
Langwaffen werden erwähnt.
Alle in dieser Page
(Dauerbaustelle, denn es kommen immer schlimmere Waffen, sprich "neue Verbesserungen",
auf dem Markt.)
besprochenen Waffen
und Waffeleisen verdienen meine Kritiken, ob gut oder schlecht, aufgrund
meiner persönlichen Erfahrung.
Hier kriegt jeder
sein Fett, die Leute haben ja hart dafür gearbeitet.
Keine richtige alphabetische Ordnung:
AT 84 Eine Waffe
mit dubioser Entstehungsgeschichte. Natürlich eine "verbesserte" Brünner
M75 Kopie. Diese M75 Kopie ist sogar so sehr verbessert
worden, daß sie schlicht und ergreifend unbrauchbar wurde. Die Schlitten
reißen. Hier hat irgend ein Idiot alle Grundlagen
des Maschinenbaues überbord geworfen. Haben diese Leute noch nie etwas
von KERBWIRKUNG gehört? Nicht damit Schießen!
Diese Waffe gehört
in das Horrorkabinett eines Sammlers als Abschreckendes Beispiel.
SPHINX: Nachfolge-Organisation von AT. Waffe : siehe oben. Als Krönung wird diese Waffe in 40 S&W angeboten. In diesem Kaliber ist sie für den Schützen nicht so gefährlich wie in 9mm Luger, da in 40 S&W der Lauf nur noch sehr geringe Wandstärke hat und rechtzeitig abreißt, d.h. bevor der Schlitten einem ins Gesicht fliegt. Eine Frechheit!!!
AMT: Harry Sandford
p.m. baute die AUTO MAG, die absolute Krönung der Faustfeuerwaffen
schlechthin.
Alle COLT Nachbauten
von AMT leiden unter Läufen aus Pißbeckeneisen, welche, um das
Elend zu festigen, aus zwei Teilen
zusammengelötet
wurden. Irgendwann hat der Lauf starke Stauchungen , aber meistens ist
die Lötstelle vorher zu einem Spalt geworden und die
Kanone weigert sich Hülsen auszuwerfen.
Ob nun Hardballer 5" oder 7" ,egal. Die Hauptteile (Griffstück und
Schlitten) sind OK.
Die sgn. AutoMags in 30 Carbine: siehe oben.
dito in 22 Win Mag : Funktioniert!! Eine lustige Spielerei mit teueren
Patronen.
AMT Lightning in
22 lr. Eine Gute Version des RUGER 10/22!!!! in Stainless. Der Abzug ist
leider etwas schleppend.
AMT Magnum Hunter.
Ein RUGER 10/22 in 22 WIN MAG. Diese Dinger funktionieren und machen Spaß.
Leider existiert
die Firma AMT nicht mehr. Teile eventuell bei Numrich, aber nur wenige.
BERETTA: Als Maßstab
für die Leistungen auf dem Pistolen-Sektor sollte man sich die zahllosen
"Saturday Night Specials" dieser
Firma ansehen. Der
Versuch richtige Pistolen herzustellen brachte einen P38 Verschnitt hervor.
Wurde den Ägyptern verscherbelt.
Ob da ein Schlitten
bricht oder nicht: "Insch'ALLAH" (oder "malesh").
Diese Gurke wurde
dann den Amerikaner als "VERBESSERTE Neuentwicklung"(dieses ist moderne
Marketing Sprache!)
angedreht.
Funktioniert wunderbar, bestens geeignet um heldenhaft fliehende Araber
zu bekämpfen. Zum Übungsschießen sollte man den Schlitten
vorher auf Risse prüfen. Zivilisten sind den Militärs gegenüber
im Vorteil: Sie dürfen sich ihre Waffe nach dem gesunden Menschenverstand
(soweit vorhanden) auswählen. Für den Zivilisten ist diese Waffe
unbrauchbar: Sie streut, hat einen schlechten Abzug,
unangenehmes Handling und kann auch mal nach hinten losgehen. Ich habe
Schlitten mit Rissen in der Verriegelung auf
dem Schießstand erlebt!! und dem Besitzer sofort weiteres Schießen
mit der Waffe verboten.
BERNARDELLI:
(ist in Liquidation) . Bernardelli baute mit modernsten Maschinen
und Technologie wunderbare Flinten
und Doppelbüchsen.
Sehr empfehlenswert als gepflegte Gebrauchtwaffen. Diverse Taschenpistolen
etc. wie auch viele andere Hersteller solche
Waffeleisen gebaut haben. Ein absolutes Desaster war der Versuch den WELTMARKT
zu erobern mit noch einer 15-schüssigen
9mm Pistole.
Das Ding war wunderschön
filigran aus irgend einer Alu-Legierung gefräst und ist an den unmöglichsten
Stellen gerissen. Die
Entwicklung hatte
natürlich viel Geld verschlungen und der Versuch diese Pistole zu
vermarkten verschlang dann den Rest der Firma.
BLASER: Baut diverse Langwaffen, so auch ein Blaser M93 (hatte einen Vorgänger). Diese Waffe konnte mich noch nie überzeugen. Bereits bei der Präsentation stellte ich die Frage, wie und wo eine Schützensicherheit gewährleistet werden sollte. Nie eine richtige Antwort erhalten. Die Praxis zeigt aber, daß meine Bedenken gerechtfertigt waren! Wenn Gase in den Bereich des Verschlusses eindringen, dann entriegelt sich dieser! Für mich etwas bedenklich. Ein von mir sehr respektierter Büchsenmacher in Frankfurt hat die Sache diplomatisch beschrieben: "Es ist ein kommerziell sehr erfolgreiches System"!
BRENN TEN: Ein dubioser
Versuch eine CZ 75 in den USA zu fertigen für eine "sozial relevante"
Patrone. Diese Waffe war
die Wiege der Patrone
10mm Auto. Die Waffe selbst war gar nicht mal so schlecht, aber dafür
war die "Finanzierung" schlichtweg betrügerisch.
Es wurden tatsächlich
einige Pistolen produziert, aber nach einer Vorserie war die Luft raus.
Mec-Gar sitzt heute noch auf einen
Berg von Magazinen
für diese Kanone. Don Johnson lief einige Zeit in der Serie "Miami
Vice" mit so einem Ding rum.
BRITARMS:Baute eine Sportpistole in 22 lfB. Heute erhältlich bei WESTLAKE ENGINEERING. Das Beste auf dem Sektor Sportpistolen schlechthin.
BROWNING/FN:Viele
blödsinnige Taschenpistole tragen diesen Namen. Als man in den
30er Jahren einsah, daß man
damit die Welt nicht
erobern, befrieden oder befreien konnte, kaufte man sich eine Entwicklung
des John Moses Browning (dieser Name wird noch öfter
genannt werden!) und verstand es diese als Pistole M35 Grande Puissance
(High Power) dem Militär zu verkaufen. Alte
Dinosaurier des IPSC haben sehr oft mit einer High Power angefangen.
Bereits sehr früh,
so vor ca. 25 Jahren, stellte sich heraus, daß die High Power nicht
lange lebt, wenn sie wirklich beansprucht wird.
Der Schlitten reißt
im Auswurffenster oder der Entriegelungshaken am Lauf verabschiedet sich.
Besonders die HighPower neuester
Fertigung leidet
unter super weichem Material (C35Pb) ohne Wärmebehandlung. Englische
HighPowers sind in Material etwas
besser. Die Handlage
der FN ist fast optimal, und aus vernünftigem Eisen (42CrMo4 auf ca
42 HRc vergütet) wäre es eine gute Waffe für 9mm
Luger. 40 S&W ist auf jeden Fall zuviel für diese Konstruktion.
FN fertigte auch
eine hervorragende Sportpistole in 22lr, die FN 150. Ein prima Gerät.
Funktionierte immer und wurde irgendwann
optisch aufgewertet
und FN 200, oder so, genannt. Als preiswerte Gebrauchtwaffe empfehlenswert.
Als die Nazis Belgien besetzt hatten wurden bei
FN natürlich auch 98er gebaut. Nach der Befreiung wurde daraus eine
zivile Version gemacht. Ein 98er FN System ist immer
noch was Feines.
BRÜNNER (CZ):Baute
viele blödsinnige Taschenpistolen und Waffeleisen nach "behördlichen"
Anforderungen.
Das diese Leute
wirklich etwas können, das bewiesen sie in 1975 mit der Brünner
M75. Eine der besten Pistolen in 9mm
überhaupt.
Natürlich ist der Abzug absolut militärisch und die Visierung
ist zwar deutlich besser als alles was es vorher für den militärischen
Gebrauch gab, aber immer noch etwas dürftig. Da aber Grundkonstruktion
und Werkstoff hervorragend sind, kann man eine wirklich gute
Pistole daraus machen. Bis man mit der Baustelle fertig ist, hat man aber
tüchtig Geld investiert, neuer Lauf
(BAR-STO oder Briley),
Visierung, Vorholfeder und Abzug. Danach schießt die Kanone aber
Loch in Loch und hält 100.000 Schuß!!
Das Ding ist wirklich
gut. Einziger Punkt der Kritik: Bedingt durch die etwas "weibliche" Formen
hat diese Waffe ein unruhiges
Schußverhalten,
natürlich lange nicht so schlimm wie die neueste Deutsch/Japanische
Fehlkonstruktion Walther P99! Meine Erfahrungen
in IPSC Major mit einer eigenen Patrone 9mmKOP (Karl Otto Pommeranz träumte
von einer 9mm Flaschenhals-Patrone)
zeigten recht bald, daß die CZ M75 eine Waffe für "minor calibre"
ist. Mit einer sozial relevanten Patrone verabschieden sich
Kleinteile und irgendwann kann auch der Schlitten die Ohren anlegen. Gesponsorte
IPSC Schützen haben nie Probleme, da sie
ja sofort mit der Zweitwaffe weiterschießen.
Alle Repetierbüchsen
von Brünner sind grundsolide.
BUL(L):(!)? Ein israelischer
COLT (M1911) Verschnitt. Plastik-Griffstück und Klapperverschschluß.
Recht preiswert (oder
billig).
Nichts Besonderes.
CATERPILLAR: Dieses
Fabrikat hat sich im weltweiten Einsatz bewährt.
Wesentlich effektiver beim Umgraben eines Kugelfanges als alle anderen
Geräte.
Arme-Leute-Version: Schubkarren und Schaufel.
Hier offenbart sich eine erschreckende Lücke im Deutschen Gesetz:
Diese Geräte zum
Umgraben von Erdreich sind ohne Sachkundenachweis und Bedürfnisprüfung
FREI VERKÄUFLICH !!
FREEDOM ARMS: Uns allen bekannt durch den CASULL Revolver. Von manchem "Waffenexperte" werden wundersame Geschichten über den Wunderstahl dieses Revolvers erzählt. Auf Nachfrage spricht der Hersteller ganz offen über die Entwicklung dieser Waffe und der verwendetete Stahl entpuppt sich als ein bewährter Werkstoff im Maschinenbau. Er wird nur richtig wärmebehandelt! Der Revolver selbst ist eine einfache und geradlinige Konstruktion, nach dem Motto "KEEP IT SIMPLE"!
COLT:COLT hat
(11.10.99) das Handtuch geworfen. ENDLICH!
COLT hatte die besten
Konstruktionen auf dem Waffensektor. M1911, Python, Trooper und SAA. COLT
hat selten selbst etwas
konstruiert, aber
man hatte früher ein gute Nase für gute Kostruktionen Anderer.
Das M16 kam von Cadillac, John Moses Browing konstruierte die
M1911 und die Entstehung des SAA ist immer noch umstritten.
Die M1911 wurde
in den letzten Jahren durch "Verbesserungen" immer schlechter und längst
bekannte Fertigungsmängel wurden
nie abgestellt.
In den letzten Jahren war eine Pistole M1911 (Government, Commander oder
Gold Cup) in der Regel ein poliertes Stück Schrott.
Der Python hatte in der Qualität in den letzten 15 Jahren stark nachgelassen,
z.B. liegt das Zugmaß eines Python-Laufes in
den letzten Jahren irgendwo zwischen 8,86!!! und 9,03mm. Der Trooper war
so gut, daß Colt diese Waffe einfach aus dem Programm
nahm. Der SAA verkaufte sich immer noch zu einem HORRORPREIS. Zum Schießen
völlig ungeeignet. Thell Read mag hier anderer
Meinung sein, aber er wurde ja auch mit speziellen Waffen ausgestattet,
welche mit einer "Sammlerwaffe" wenig gemein hatten..
Nach totalen Fehlkonstruktionen,
wie "Double Eagle" (funktionierte nicht!), Model 2000(All American) und
Anaconda, hatte man nun
ein Einsehen.
Eine Firma, welche
wissentlich Schrott verkauft und sinnlos Geld für Fehlkonstruktionen
ausgibt, verdient es einfach nicht weiter zu
existieren.
Ein gebrauchter Python
mag (mit Glück) eine brauchbare Sportwaffe abgeben. Ein schöner
SAA gehört in jedem Haushalt und eine
Government (Kriegsfertigung)
ist immer noch eine gute, solide, Waffe.
Das AR 15 (M16)
war Uncle Sams Antwort auf die Konstruktion des Michail Timofejwitsch Kalaschnikow.
Nicht eine Krokodilsträne
weine ich dieser Firma nach!
DIVERSE HERSTELLER VON M1911 KOPIEN:
PARAORDNANCE: Nachdem
in Süd Afrika einige Leute mit dieser Idee rumgespielt hatten, brachte
PO die erste M1911 Kopie mit dickem
Tank auf dem Markt. Zuerst nur Grifstücke in Leichtmetall. Alles Andere
hatte der Kunde ja schon und konnte einfach die vorhandenen
Teile rüberpacken. Es funktionierte tatsächlich. Das ALU-Griffstück
war gut und hielt auch recht hohe Schußzahlen
aus.
Als zweiter Schritt
wurde dann ein recht mies gegossenes Stahlgriffstück angeboten.
In dritter Instanz
wurden dann komplette Pistolen angeboten. Die Schlitten haben eine bescheuerte
Kunststoff-Beschichtung, sind
aber sehr gut und
maßhaltig. Das Griffstück einer PARAORDNANCE Pistole ist immer
als "Individual Kunstwerk" zu betrachten. Die Bohrungsabstände
für die Abzugsteile sind nie!! maßhaltig und variieren von Waffe
zu Waffe. Ebenso weisen die Griffstücke
eigenartigen Verzug
auf.
Die Griffstücke
aller POs sind sehr weich, man kann aber neu härten!.
Eine PO funktioniert
meistens, ist aber eine recht komplexe Baustelle, wenn daraus eine gute
Sportwaffe werden soll.
ED BROWN: Baut qualitativ hochwertige Pistolen nach dem bewährten Muster der M1911. Er benutzt gute Griffstücke und macht fast alles andere selbst. Diese Waffen sind in fast allen denkbaren Varianten zu haben und sind nahezu ausnahmslos von guter Qualität.
BRILEY: Im Prinzip SIEHE OBEN. Als typische Verbesserung hat auch hier jemand wieder etwas erfunden, welches nur bedingt funktioniert. Anstatt des einteiligen "bushings" (Laufführungshülse) wurde eine zweiteilige Konstruktion erdacht. Ein Alter Hut, so ein Lager heißt auf Deutsch "Messerschmidt-Lager". Die Idee mag einleuchten, aber ist natürlich eine Lösung für ein nicht existierendes Problem, und die in die Hülse eingesetzte Lagerbuchse verabschiedet sich gerne nach recht wenigen Schüßen. Kein Problem. Diese "Verbesserung" ist Gott sei Dank "abwärtskompatibel".
NOWLIN: Im Prinzip wie ED BROWN. Nowlin bietet zusätzlich IPSC "Race Guns" fix und fertig aus dem Karton. Manche funktionieren sogar, aber meistens ist etwas "Abstimmungsarbeit" erforderlich. Leider ist die Klinkenüberschneidung der Verriegelung immer etwas dürftig; deutlich unterhalb der Vorgaben der Armee-Spezifikation
Peters Stahl: Die
Firma Peters Stahl GmbH (heute auch Paderborner Sportwaffen Werk, oder
schon wieder anders?) ist im Laufe der Jahre
bereits einige male "umstrukturiert" worden . Die Chose entstand aus der
hirnrissigen Idee die M1911 mal wieder verbessern zu müssen.
Joe Peters hat zwar nie verstanden, wie eine M1911 funktioniert, aber das
hindert ja keinem deutschen Eggsberden daran
die Sache zu verbessern. Sein "Link-Less" System lebt heute leider immer
noch. Für einen ernsthaft trainierenden IPSC-Schützen
kann ich nur raten "Finger weg!" Wer eine DEUTSCHE Waffe haben will, der
soll sich so etwas antun, aber es geht auch
anders.
Die Konstruktion
der M1911 ist erst knapp 100 Jahre alt und somit noch etwas zu neu für
die deutsche Industrie. Die vollständigen
Konstruktionszeichnungen
mit Material- und Härtevorschriften, Toleranzen etc. kann man sogar
aus dem Internet runterladen. Die Fa. Peter Stahl
in Paderborn kann es nicht verkraften hier erwähnt zu werden. Ich
nehme also mit Bedauern meine gemachten Erfahrungen
zurück. Ich habe keine Lust mit diesen Jungs zu prozessieren. Im Jahre
2003 AD ist die Fa. Peters Stahl unter neuer
Geschäftsführung unterwegs und alles soll verbessert sein...die
alten Zeiten sind vorbei etc. Es wird Zeit und praktische Beispiele
brauchen um mich zu überzeugen. Zumindest verbal hörte es sich
deutlich besser an als früher.
LAR: (GRIZZLY) Gehört
eigentlich nicht in diese Reihe, denn hier wurde eine preiswerte und gute
Pistole für die Patronen 9mm WIN MAG und
45 WIN MAG konstruiert. Diese Pistolen waren hervorragend. Sie funktionieren
auch mit Wechsellauf in 45 ACP.
Leider werden diese
Pistolen nicht mehr hergestellt.
LAR stellt nur noch
eine kleine und knackige E-Lader Büchse in 50 BMG her. Recht preiswert
(für eine 50er) und recht präzise!
IMI: Israels Waffenschmiede.
Baut einen GASDRUCKLADER namens Desert Eagle. Ein riesiger Hobel für REVOLVERPATRONEN!!,
wie 357 Magnum oder 44 Magnum. Nichts gegen eine 357, aber ein netter S&W
M19 ist wesentlich angenehmer zu tragen.
Diesen Koffer gibt es auch in 50AE. Da man das Gasdrucksystem nicht
putzen kann!!! darf man keine (preiswerten) Bleigeschossen
mit der Waffe verschiessen.
Man wollte auch
mal den WELTMARKT erobern mit einem Galil, ein weiterer Kalashnikov-Verschnitt.
Die Kampfverbände der
Israelischen Armee
führen das M16!
KONGSBERG: Die Norweger
bauten immer schon sehr gute Waffen.
Der erste relevante
Repetierer war das KRAG. Die Amerikaner führten es ein. Es war der
Vorläufer des Springfield 03.
Auch die Nazis haben
die Produktion von Kongsberg genutzt, und nach dem Krieg erschienen dann
wundebare 98er in 30-06. Heute
baut Kongsberg noch
das Gewehr Mod. 393/398. The best value for money!
Kongsberg baute
auch eine M1911 Version. Die beste Version eines militärischen Colts
überhaupt!!!
Der verlängerte
Schlittenfanghebel der Kongsberg ist schlicht genial und es ist mir heute
ein Rätsel, warum dieser nicht als
Zubehörteil
angeboten wird.
Heute baut Kongsberg
hauptsächlich HiTech Zubehör für die Ölindustrie (und
Raketen).
HECKLER & KOCH:
Polygonläufe
von Heckler&Koch sind für den praktischen Gebrauch die Besten
der Welt!!!
Vor vielen, vielen
Jahren gelang es einer Waffenfirma in Kassel eine Serie von jagdlichen
Läufen mit 98er Gewinde bei HK fertigen
zu lassen.
Mit nur 13mm Mündungsdurchmesser
im klassischen Birnenprofil bringen diese Läufe heute noch fast Benchrestpräzision
aus
jagdlichen Waffen.
Leider hat vor vielen
Jahren irgendein "EGGSBERTE" und "JÄGER!" behauptet, daß ein
Geschoß aus einem Polygonlauf nicht
"tötet". Natürlich
nicht! Eine 308WIN ist kein Fisch und kein Fleisch. Mit herkömmlichen
Geschossen laufen die Rehe noch ein paar Meter, obwohl klinisch
tot auf den Läufen. Es fehlt der Patrone entweder an Kaliber oder
an Speed. Mit richtig brutalen Geschossen oder leichten Geschossen
mit viel Speed fallen die Tiere zuverlässig, auch aus einem Polygonlauf!
HK hatte natürlich
nie etwas mit der spanischen Fa CETME zu tun, aber die Waffen hatten rein
zufällig eine verblüffende Ähnlichkeit.
Das G3 wurde dann irgendwann bei der Bundeswehr eingeführt und schießt recht gut.
Es ist eine Waffe von Schreibtischtätern; wenn
alles sauber ist,
dann funktioniert sie prima und trifft recht brauchbar. Wenn man aber unter
Gefechtsbedingungen nachladen muss, dann besteht die
Gefahr, daß mit dem zweiten Magazin auch mal ein Krümmel Dreck
mit in den Lauf repetiert wird. Dann merkt man, warum die Amerikaner
sehr früh eine A1-Version des M16 mit "FORWARD ASSIST" einführten.
Pistolen von HK
Als erste nennenswerte
Konstruktion gab es die P9S. Rollenverschluß, Spann-Entspannhebel,
Sicherung an der blödsinnigsten
Stelle und extrem
präzise. Von Haltbarkeit zu sprechen ist sinnlos. Wenn man ein billiges
Plastikteilchen zur Vibrationsdämpfung regelmäßig
auswechselt, vermeidet man Risse im Griffstück, aber dann brechen
entweder die Rollen aus dem Verschlußkopf oder eine der beiden,
meistens die linke, Seiten der Gabel bricht dann leider viel zu früh
ab.
Das Gemeine an der
Sache war, daß man eine HK P9S Sport aus dem Karton nehmen konnte,
ein paar Probeschüße zur
Einstellung der
Visierung abgab, den Abzug nach eigenem Geschmack einstellte und dann jeden
Wettkampf bei dem es auf reine Präzision ankam
mit dem Hobel gewinnen konnte.
Die P9S war für
9mm Para (heute 9mmLUGER!) entwickelt und die Variante in 45 ACP zeigt
die Unzulänglichkeiten der
Konstruktion schonungslos
auf.
HK schaffte tatsächlich
die Quadratur des Kreises.
Man entwickelte
eine Polizei Sicherheits Pistole (PSP)! Diese drei Begriffe schließen
sich gegenseitig aus.!!
Es war die einzige
Waffe, welche den geforderten 10.000 Schuß-Test für eine neu
einzuführende Polizeiwaffe regulär bestand. Es ist für
einen Ingenieur immer ein Traum mit einem sauberen Blatt Papier etwas von
Anfang an neu konsturieren zu dürfen. Die Meisterschaft
der Ingenieure von HK zeigte sich gerade in der Beschränkung durch
das "Pflichtenheft".
Es war die erste
funktionierende Neukonstruktion nach der M1911! Heute nennt man diese Pistole
P7.
Für einen gut
trainierten Schützen die ideale Waffe um verdeckt zu führen.
Die Präzision
ist fast märchenhaft. Mit den etwas später angebotenen langen
Läufen zeigt die Waffe, trotz etwas größerer
Gasentnahmebohrung,
immer noch deutliche Überfunktion, aber so etwas ist man von HK ja
gewohnt.
Zum Thema Überfunktion hat man nicht nur das G3 und Varianten wie SL6/7, sondern auch ein PSG zur Veranschaulichung. Ein schwerer G3-Verschnitt mit märchenhafter Präzision. War als Scharfschützengewehr gedacht von Leuten, die nicht denken können und noch nie auf Ziele geschossen haben, welche eventuell zurückschießen können! Ein Scharfschützengewehr ohne Mündungsbremse/feuerdämpfer ist (SELBST)MORD. Der Hobel war auch extrem teuer. Die Waffe ist sehr präzise, aber durch fehlende Unterdrückung des Mündunsfeuers als Scharfschützenwaffe unbrauchbar. Die extreme Überfunktion verursacht in der Dunkelheit einen dunkelroten Feuerstrahl aus dem Auswurffenster. Dies mag das Fehlen einer Mündungsfeuerdämpfer erklären. Was nützt diese, wenn ein armdicker Strahl Feuers aus dem Auswurffenster kommt! Die Ursache ist ganz einfach: Man nahm die Verschlußgeometrie des G3 (recht kurzer Lauf, und NATO-Munition mit Geschossen von ca. 150grains!!) und montierte auf diese Übersetzung einen 40% längeren Lauf. Zum Einsatz kommt dann auch noch langsamere Munition mit Geschossen von ca. 170grains. Schade!
Das neue HK SL8 hat
nun endlich den Verschluß den man bereits vor vielen Jahren hätte
bauen können. Eugene Stoner hat es ja
gezeigt.
Der Plastikhobel
schießt nicht so gut wie erwartet! Militärisch brauchbar! Jeff
Cooper nennt solche Gewehre "plastic poodle
shooters"
Die neue Pistole
USP ist nun auch endlich eine Pistole mit einem brauchbaren Verschluß.
Es hat am Verriegelungshaken am Lauf
anfangs kleine Probleme
gegeben, aber diese wurden sofort korrigiert und jetzt kann man zu dieser
Pistole sagen "SCHLICHT UND ERGREIFEND".
Mir persönlich
gefällt die Gewichtsverteilung (leichtes Griffstück und recht
massiver Schlitten) nicht, aber man kann sehr einfach
etwas Gewicht an
das Griffstück anhängen.
KART: Freddy Kart
baute vor vielen Jahren ein Wechselsystem (Conversion Unit) für Pistolen
M1911 in 22 lfB.
Ein besseres Wechselsystem
für diese Waffe gibt es nicht!. Irgendwann hatte Freddy finanzielle
Probleme und war jahrelang nicht
aufzufinden, aber
jetzt produziert er wieder. Zur Zeit nur sehr gute Läufe für
M1911, aber irgendwann kommt hoffentlich wieder sein Wechselsystem. Wer
eins hat, ist ein glücklicher Schütze. Auf dem Gebrauchtmarkt
nie zu finden! Warum wohl??
KORIPHILLA: Hauptzweig
dieses Unternehmens waren nota bene Briefmarken-Rändelmaschinen! Als
Nebenprodukt entstanden wunderschöne
kleine Taschenpistolen in 22 lfB und 6,35. Diese Pistolen erreichen heute
noch Traumpreise in USA! Irgendwann wollte
man dann eine richtige Pistole bauen und versuchte diese nach dem "Pflichtenheft"
für eine deutsche Polizeipistole zu
bauen.
Die ganze Konstruktion
geriet demzufolge zu gedrängt und kompakt. Das Abzugsystem hatte eigentlich
keinen Platz mehr und die
Verriegelung mit
einer quer liegenden Rolle war auch nicht der Weisheit letzter Schluß.
Eine schöne Rarität für den Sammler, aber zum ernsthaften
Gebrauch nicht geeignet. Bernd Budischowski hat den Laden verkauft und
nun versucht man mit wunderhübschen Pistolen (aber wirklich
nur zum Angucken!) wahrscheinlich Ostsubventionen zu verbraten..
KORTH: Willy Korth
baute wunderbare Revolver. Echte Deutsche Wertarbeit und mit solch engen
Passungen und Toleranzen, daß diese
dann in der Praxis mit dem kleinsten Krümmelchen Ruß oder Dreck
nicht mehr funktionierten. Dazu hatte KORTH die eigenartige Meinung:"Engste
Läufe schießen besser". Die Läufe von KORTH Revolver waren
so eng, daß man mit normalen Bleipillen nach
wenigen Schuß Probleme hatte. Früher waren Mantelgeschosse recht
teuer! Diese Eigenarten des KORTH Revolvers bremsten
den Absatz. Intrigen innerhalb der Firma und ein dubioser Investor in der
Gestalt des Grafen Behrensdorf brachten dann den
Todesstoß. Heute versucht man die Firma weiterleben zu lassen, aber
ich sehe hier sehr schwarz.
Die Pistole dieser
Firma wird bestimmt ein schönes Sammlerstück, aber ist der Horrorpreis
gerechtfertigt?
GLOCK: Diese Konstruktion
des Gaston Glock verdeutlicht die moderne Einstellung zum Soldaten. Der
Infanterist ist ein Wegwerfartikel,
wird verheizt. Dann ist es auch logisch diesen Wegwerfartikel dementsprechend
auszurüsten.
Das Konzept war
eine möglichst preiswerte Armeewaffe mit ausreichender Lebensdauer
, einfacher Bedienung und brauchbarer
Präzision.
Diesen Anforderungen
erfüllt die GLOCK voll und ganz! Entstanden als 9mm Waffe hat sich
diese Konstruktion als so gut
erwiesen, daß
sogar in sozial relevanten Kalibern keine Probleme auftreten. Diese Waffe
ist die einzige mir bekannte Konstruktion,
welche den Schritt
nach oben (45ACP, 10mm und 40S&W) gemeistert hat..
Gute Visierung,
brauchbare Handlage, gewöhnungsbedürftiger aber absolut brauchbarer
Abzug, überraschend präzise für ein
Armee-Eisen.
Das Griffstück
lebt erstaunlich lange, aber irgendwann (nach so 15.000 Schuß) können
Vibrationsschäden an den
Griffstückverstärkungen
auftreten. Abhilfe: Neues Griffstück.
Der zivile Preis
ist, wenn man den Preis für das Bundesheer kennt, durch nichts zu
rechtfertigen, aber der zivile Preis hat auch bei
anderen Herstellern
nichts mit dem "Behördenpreisen" zu tun.
Das Abzugsystem
der GLOCK ist gut, aber nicht zum sportlichen Schießen gedacht. Alle
Versuche diesen Abzug auf "sportlich" zu
trimmen gehen in
die Hose; entweder die Waffe zündet nicht mehr oder sie "doppelt"
oder "trippelt".
ERMA:Baute anfangs
einen 30M1-Verschnitt in 22 lfb, dazu noch unzählige Gas-, Signal-
und Platzdinger. Der Versuch eine Sportpistole in
22lfB zu bauen dauerte nicht lange. Zu bedauern sind Sportschützen,
welche diese SpoPi in 32 S&W long gekauft haben. Der Rahmen
biegt sich beängstigend. Zu irgend einem Zeitpunkt existierte auch
ein Revovlver in 357 Magnum.
ERMA ist pleite.
DAN WESSON: Baute
recht brauchbare Revolver mit Wechselläufen. Eine gute Sache für
das deutsche Waffengesetz, aber in Amerika braucht
man solche Lösungen nicht. Der 44er von Dan Wesson war lange Zeit
der beste 44er Revolver auf dem Markt, der Todesstoß
kam aber mit dem RUGER Redhawk. Trotz dubioser Marketing-Strategie waren
diese Jungs dann irgendwann, irgendwie pleite.
Die Reste der Firma wurden im Paket verkauft und es wird wieder etwas unter
dem Namen Dan Wesson (oder Wesson Arms?) produziert,
aber die richtigen Umsatzzahlen kommen nicht zustande. Die Konkurenz von
Ruger ist einfach zu stark und die Ruger Redhawks
sind so gut, daß man keine andere Marke im Kaliber 44 braucht.
Hier sei dem Importeur
für DAN WESSON ein Lob ausgesprochen. Völlig entgegen dem modernen
Trend im Waffengeschäft, hat die Fa. Neumann
sich über viele Jahre hinweg bemüht Ersatzteile für diese
Revolver zu liefern, teilweise sogar durch Rückkauf von defekten Waffen
etc. Leider ist der Inhaber der Fa. Neuman viel zu früh verstorben
und mit ihm war auch die Firma am Ende.
SMITH & WESSON:In
den letzten Jahren hat man sich bei S&W auf das Wesentliche konzentriert
und den früheren Gemischtwarenladen
etwas ausgemistet. In den 70ern und 80ern hat man bei S&W ordentlich
Böcke geschossen! Als Beispiel eine Flinte "Eastfield".
Alte S&W-Leute kriegen heute noch die Schamröte im Gesicht, wenn
man dieses Ding erwähnt. In diesen Jahren wurde recht viel
"Export-Qualität" auf dem Markt gebracht. (Export: Man bringe mindestens
einen Ozean zwischen sich und Reklamationen!!).
Einen brauchbaren S&W zu finden war nur in USA bei sgn. Police Distributors
möglich. Meiner Meinung nach wurde die Fertigung
einfach in 3 Katgorien eingeteilt: Gut, Mittelmaß und Ausschuss.
Ersteres für die Schmier, Letzterer wurde exportiert. S&W
Pistolen waren früher bis auf seltene Ausnahmen recht miserabel. Die
M39 in erster Ausführung mit Stahlgriffstück war gut, hatte aber
immer wieder eine gelegentliche Auswurfstörung. Liegt am Auszieher.
Diese an sich recht gute Waffe wurde dann mit einen Leichtmetall-Griffstück
"verbessert". Da dieses Griffstück auch die Verriegelungskurve beinhaltet,
konnte dieses Unterfangen nicht
gut gehen. Die M59 ist nichts anderes als eine M39 mit dickem Magazin.
Basierend auf die M39 in Stahl baute S&W viele Jahre
lang eine phantsatische Pistole in 38 Special Wadcutter (M52). Als reine
Sport-Pistole immer noch phantastisch!
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Revolver: S&W baut die besten Double Action Revolver der Welt. Die Qualität war jahrelang miserabel, aber ist seit einigen Jahren, auch bei Exportwaffen, recht gut. Die einzige Ausnahme sind S&W Revolver in 44 Magnum! Dieses Kaliber ist für einen S&W schlicht zu stark. Natürlich fliegt die Waffe bei normaler Behandlung nicht auseinander, aber nach ca. 1.500 Schuss fängt die Sache doch an zu klappern. Ein schöner Revolver und recht präzise, aber man darf nicht zuviel volle Ladungen damit schiessen. Da RUGER im REDHAWK (nicht im SUPER REDHAWK!!) einen sehr brauchbaren Abzug (nach etwas Feinarbeit!) hat, wird der Absatz des S&W in 44 Magnum stagnieren. In 44 Magnum ist der Ruger der bessere Revolver. Hält (fast) ewig.
In 9mm bietet S&W heute eine brauchbare Sportpistole Target Champion aus dem "Custom Shop". Schießt sehr gut, out of the box.
ROGAK: So etwas gab
es wirklich!! Eine der ersten "Großraum" Pistolen in 9mm. Tatsächlich
haben einige weinige Schützen
dieses Dingens gekauft.
Die übliche Bezeichnung war "jamm-o-matic", da alle unmöglichen
Störungen auftraten. Die wenigen
Schüsse, welche
dann tatsächlich abgefeuert wurde, zerstörten die Laufverschraubung.
Dieses Ding wurde gefertigt in Morton
Grove, Illinois;
dort wurde kurze Zeit nach dem Bankrott dieser Firma ein totales Waffen-Verbot
verhängt!?!?!
STEYR: Tatsächlich
versuchte diese Firma den oben beschriebenen "jamm-o-matic" als Armee-Waffe
zu verhökern!!
Eine solche Frechheit
hat es sogar auf dem Waffensektor selten gegeben. Es wurden nicht nur alle
Schwachstellen der ROGAK
übernommen;
es wurde noch eine weitere "Verbesserung" mit einem Leichtmetall-Griffstück
hinzugefügt. Pikanterweise zeigte die
"Explosionszeichnung"
(In
diesem Zusammenhang immer wieder ein schönes Wort !) den Lauf in die
falsche Richtung. Hat kein Aas
bei Steyr jemals
bemerkt!!
RUGER: Eine kommerziell
recht erfolgreiche Firma. Die Waffen sind recht robust und funktionieren.
Einzige Ausnahme in der Palette sind völlig
untaugliche Pistolen in 9mm Luger.
Die einzige RUGER-Pistole,
welche etwas taugt ist die MkI oder MkII in 22lfB. Funktioniert! Wie alle
RUGER hat auch diese Pistole
einen etwas rustikalen
Abzug, aber nach sehr einfacher Überarbeitung hat man einen wirklich
erstklassigen Sportabzug (ca.
8-900gramm Vorzug,
einen sauberen Druckpunkt und trockenes Auslösen bei 1400gramm).
Die Revolver von
Ruger sind robust und recht präzise, aber die meisten Schützen
werden von den grottenschlechten Abzügen
abgeschreckt.
Viel kann man hier
nicht machen; es wird nie ein S&W, aber man kriegt einen brauchbaren
Abzug hin.
Die Single Actions
von RUGER (BLACKHAWK) sind die "arme Leute Version" eines Casull! Extrem
Robust und einen SA Abzug
kriegt man hin.
Der VAQUERO schiesst in der Regel nicht überzeugend. Als Ertses stellt
man über 0,2mm Spiel an der Trommelachse fest!
Eine richtig passende Trommelachse ist relativ einfach und preiswert eingebaut.
Es hilft nicht! Aller Mühe zum Trotz kommen dann
immer noch Streukreise von deutlich über 30cm auf 25m zustande. Die
Patronenlager könnten auch etwas knapper im Durchmesser
sein. Ein HEGE-UBERTI Cattleman ist da absolut problemloser. Funktioniert
befriedigend aus dem Karton!
Das Abzugssystem
des REDHAWK ist wunderbar, mindestens so gut wie bei S&W. Der RUGER
REDHAWK ist wesentlich
stabiler als ein
S&W M29. Wer eine Waffe in 44 Magnum zum Schießen kaufen möchte,
sollte einen RUGER kaufen. Keine Probleme!! Idiotischerweise
hat der SUPER REDHAWK ein völlig anderes Abzugssystem und dieses ist
hoffnungslos!
Das absolute Erfolgsmodell
von RUGER ist der Selbstlader in 22lfB: das 10/22. Früher gab es dieses
Gewehrchen nur in einer
billigsten Ausführung,
aber da es sehr gut ist, haben Generationen von Büchsenmachern es
zu einem feinen Gewehr überarbeitet. Seit einiger Zeit
ist diese Erkenntnis auch zu RUGER durchgedrungen und nun bietet man eine
sgn. TARGET-Version mit dickem Lauf und Schaft
an.
Der Abzug ist zwar
RUGER-mäßig schlecht, aber mit ein wenig Liebe ist dieser Abzug
auf ca. 1.200 gramm zu bringen. Dann macht
es richtig Spaß
mit dem Ding zu schießen.
Es gab auch einmal
ein 10/44. Eine Selbstladebüchse in 44 Magnum. Funktionierte prima,
wurde wegen mangelder Nachfrage
eingestellt, soll
aber im August 2000 wieder produziert werden, wie sich herausstellt in
"verbesserter" Ausführung. Die Jury hat sich noch nicht zur Beratung
zurückgezogen.
RUGER baut auch
gute, robuste und ausreichend präzise Büchsen unter der Bezeichnung
RUGER 77. Eine gute Version des
98ers. Die Abzüge
sind generell RUGER-mäßig, lassen sich aber verbessern. Gut
ist die im System integrierte ZF-Montage! Die Plasticschäfte
sind nur als Rumbarassel zu gebrauchen! Für eine Jagdwaffe nicht erwünscht!
Die Blockbüchse
No1 ist eine recht brauchbare und preiswerte Blockbüchse. Sie ist
auch recht robust, aber auch diese
Konstruktion hat
ihre Grenzen. Ein Deutscher Büchsenmacher in Darmstadt hat sich erdreistet
eine No.1 in 458 WIN MAG auf 460 Weatherby aufzureiben.
Nach 12 Schuß hatte die Mechanik ein Einsehen. Der Verschluß
konnte nicht mehr geöffnet werden.
PARDINI: Baut eine
wunderbare Pistole in 45 ACP!!. Einstellbarer Abzug, gute Visierung, etc.
Schießt wunderbar
präzise out of the box. Der Vertrieb ist nur als schleppend zu bezeichnen.
In der Praxis zeigt
sich, daß die meistens Sportschützen mit einem einstellbaren
Abzug schlichtweg überfordert sind; es wird ohne
Plan oder Verstand
rumgeschraubt. Bedienungsanleitung lesen!!! RTFM!! Achtung, die Einstellschraube
für den Stolen is zu kurz!! Ersetzen
durch etwas längere Madenschraube (DIN-mäßig: Gewindestift)
M3.
Hämmerli: So
in etwa der sportliche Arm der SIG. Ob da heute noch etwas zu haben sei???
Seit ewigen Zeiten
baute Hämmerli wunderschöne Freie Pistolen. Früher mit wunderbaren
Fallblocksystemen und Gravuren. Zuletzt
das Model 152ff. Es
gibt keine bessere Freie Pistole.
Hämmerli P240;
eine Pistole in 38 Special Wadcutter. Eine phenomenale Konstruktion. Leider
hat es auf Grund von schlechten
Geschossen mit dieser
Pistole Probleme gegeben. Bei manchen Geschosen blieb gerne mal die an
der Mündung "abgesprengte" Schürze (Hohlboden)
stecken und das nächste Geschoß stauchte dann die Mündung.
Tip für Besitzer dieser Waffe oder Käufer einer Gebrauchtwaffe in
38 Wadcutter: Ganz einfache, gegossene "double ended Wadcutter"-Geschosse verladen! Hämmerli stellte die
Produktion in 38
Wadcutter ein und brachte eine Version in 32 S&W long. Eine gute Waffe
mit den üblichen Problemen der 32 S&W long. Näheres
zu diesem Thema bei Walther. Teile für die P240 nicht mehr bei Hämmerli,
sondern über Fa. Kessler. Tel. 0041716712323.
Die Kleinkaliber
(22lfB) Pistolen von Hämmerli sind alle sehr gut! Das Modell 215 ist
keine Walther GSP, manche Schützen nehmen
diese Hämmerli
in die Hand und wollen nie wieder eine andere Waffe haben, andere Schützen
können sich nicht mit der 215 anfreunden.
Der "Plastickoffer"
von Hämmerli ist eine moderne, erstklassige Sportpistole.
SIG Schweizerische
Industrie Gesellschaft
Pistole SIG P210!
Eine wunderbare Pistole, gefertigt wie man es von einem schweizer
Produkt erwarten sollte. Hatte früher ab und
zu Probleme mit
Vibrationsrissen im hinteren Teil des Griffstückes. Laserschweissen
ist die Antwort. Der SIG- Lauf ist sehr empfindlich und
wer seine Waffe nicht putzt und billigste Munition verschießt, hat
dann irgendwann statt eines Laufes nur noch eine Tropfsteinhöhle.
Achtung!! Sportausführung
mit verstellbarer Visierung. Die Schweizer halten "FLECK". Der "Korrektur-
Bereich" der Visierung
reicht nicht aus
um damit "Spiegel aufsitzend" zu schiessen. Abhilfe: Niedriges Korn kaufen
oder das vorhandene Korn etwas abnehmen. Sonst
kann es passieren, daß die Verstellschraube mitsamt Feder und Druckstück
davon fliegen. Teuer!
Es gibt für
die SIG P210 einen Lauf für "Bleikopfmunition" (O-Ton Schweiz), auf
Deutsch "Blei-Lauf". Hier geht das Gerücht beim
"Flachhandel", man
könne keine Vollmantelmunition mit diesem Lauf verschießen oder
diese nur unter erheblichen Präzisionsverlusten
benutzen. BULL-SHIT!! Ob man bei der deutschen Niederlassung den tatsächlichen
Unterschied zwischen dem langen Mantellauf
der P210-5 und den "Blei-Lauf" kannte, wage ich zu bezweifeln. Man schickte
gerne einen langen Lauf und
behauptet die Läufe
seien doch gleich??!
Für alle, welche
es nicht wissen, hier die der Unterschied!!
Die Patrone 9mm
Parabellum (heute 9mm LUGER) stammt noch aus einer Zeit in welcher man
mit der Seitenwaffe über große Entfernungen Störfeuer
gegen geschlossene Verbände schießen wollte. Man stattete den
Lauf daher mit einem sehr scharfen Drall aus. (Drall-Länge
1 Umdreheung auf 250mm). Dieser sehr steile Drall in Verbindung mit dem
recht hohen Anfangsdruck lässt ein Bleigeschoß
gerne über die Züge springen. Die Leute bei SIG sind nicht blöd
und haben die Problematrik erkannt und einen entsprechenden Lauf
gefertigt. Der wesentliche Unterschied zum langen Sport-Lauf der P210-5
liegt im Drall. Beim Bleilauf ist der Drall auf ca 50cm
für eine Umdrehung angewachsen. Sonst ist alles innerhalb der sehr
geringen schweizer Toleranzen gleich!!
Eine der besten Waffen
in 308 WIN (7,62 x 51) war das SIG AMT. Konnte sich aus irgend einem Grund
nie durchsetzen. War
einfach zu gut.
SIG SAUER (heute
SIG ARMS)
Baute einen hervorragenden
Drilling in 30-06/12-70. Wurde in USA von COLT vertrieben. Nota bene!
Die Pistole P220
(heute bei der schweizer Armee eingeführt) ist robust und präzise.
Als Sportwaffe war diese Pistole nie gedacht,
aber einige sportliche
Erfolge wurden dennoch damit errungen. Ich finde diesen "Blechkoffer" abgrundtief
hässlich, aber das Ding ist solide und präzise.
Für die Polizei baut man noch eine Pistole P225 oder mit dickem Tank
P226. Die Polizeiversion P225 hat einen sehr engen Lauf!
Diese Waffen schießen aus der Maschine sehr präzise, aber ich
kenne (noch) keinen, der in der Lage ist die waffenseitige Präzision
beim sportlichen Schiessen umzusetzen. Die Handlage ist miserabel. Der
serienmäßige Abzug ist grottenschlecht,
kann aber mit minimalem Aufwand sauber und trocken und sogar haltbar auf
1.400 gramm gebracht werden. Ein Triggerstop ist
auch kein Problem und orthopedische Griffe gibt es auch. Vergebliche
Mühe!
Nach "Verbesserungen"
reißen die Griffstücke immer noch. (Völlig ungefährliche
Vibrationsrisse an der Schlittenführung). Ein
weiteres Ruhmesblatt
deutscher Waffenentwicklung. Neuerdings entpuppt sich auch eine Schwäche
der Schlitten der P225 (P6 bei der Polizei): es
bilden sich auf der linken Seite Risse!
Neuerdings bietet
man diese Waffe auch endlich mit einem Stahlgriffstück an.
VALMET: baut Traktoren
etc.
Vor langer Zeit
wurde ein Selbstladegewehr nach den Muster der Waffe des Michail Timofejwitsch
Kalaschnikov als Jagdwaffe in
308 WIN angeboten.
Dieses Gewehr schoß so grottenschlecht, daß nicht einmal Jäger
damit etwas anfangen konnten.
VOERE (Kufstein):
Bietet brauchbare 98er in Jagdlicher Form an.
Baute die optimale
Maschinenpistole ALL AMERICAN 180 (Fertigung bei Sterling,UK und....??). Die enorme
Kadenz verhilft hier der
22lfB (sowieso eine
unterschätzte Patrone) zu wirklich sozialer Relevanz.
Der Selbstlader
von VOERE in 308 WIN ist im Großen und Ganzen in Ordnung, hat aber
gelegentlich kleine Probleme mit dem
Gestänge.
Der Abzug ist natürlich
für ein Sportgewehr zu militärisch. Lange Schlagzeit und hohes
Abzugsgewicht.
WALTHER: Allen bekannt
durch die Pistolen P38 und PP (PPK). Diese Waffen waren für ihre Zeit
ganz hervorragend und stellten
Meilensteine in
der Waffenentwicklung dar. Eine gute P38 ist auch heute noch eine ganz
hervorragende Gebrauchswaffe. Die in den
50er Jahren mit
einem Leichtmetall Griffstück "verbesserte" Version für die Bundeswehr
war praktisch die erste "moderne"
Wegwerfpistole.
Den Großen Wurf gelang Walther in den 70ern mit der Pistole GSP in 22lfB. Auch heute noch eine absolut konkurenzfähige und gutmütige Waffe. Sie verzeiht einem auch mal kleine Abzugsfehler! Der Abzug ist typisch Walther! Unnötig kompliziert, nicht reparierbar und hat kaum Vorzug. Für eine reine Sport Pistole völlig indiskutabel. Wie ein Abzug für eine SpoPi zu funktionieren hat, zeigt die Britarms(oder eine leicht überarbeitete RUGER!!)
Die spätere
Ausführung in 32 S&W long ist brauchbar, aber hier zeigt sich
die Idiotie der Leute in ganz extremer Weise.
Ein Wadcutter Geschoß
von 100 grains Gewicht, dazu noch mit Hohlboden ist schlichtweg zu lang
um mit einer
Mündungsgeschwindigkeit
von ca 210m/sec aus dem üblichen Drall von 450mm Länge ausreichend
stabilisiert zu werden!! Resultat: Das eine
Los Munition schießt HUI, das nächste (vom gleichen Hersteller!!)
PFUI!. Abhilfe: 32 Wadcutter von NOBS Products. 88 grains
ohne Hohlboden. Traumhaft konstant!!
Eine wunderbare Pistole
ist die Walther TPH
Eine gebrauchte
TPH sollte man unbedingt kaufen. Am besten in 22 lfB, die Munition
ist so preiswert und dann macht es richtig
Spaß mit dem
kleinen Ding zu schießen. Sichere Funktion gibt es bei sehr vielen
Waffen in 22LfB nur mit High Speed Munition. Ursache: Die meisten
TPHs in 22Lfb wurden mit der Vorholfeder der 6,35er Ausführung ausgeliefert!
Richtige Feder eingebaut und die Sache ist in
Ordnung! Dann kann man aber auch mal eine Runde Sportpistole mitschießen.
Die Version in 6,35 (25ACP) ist unsinnig. Die Munition
ist mir zu teuer und die Patrone ist in der Praxis sehr unpräzise.
Die neueste Kreation aus dem Hause Walther ist die P99. Ich kann nicht damit schießen.
P88. Diese Waffe ist zwar keine IPSC-Waffe, aber sie funktioniert und ist haltbar. Ein Bekannter von mir hat eine kurze Version und die hat bis heute ca. 75.000 Patronen 9mm Para klaglos verdaut.
Es gab mal ein WA
2000. Ein für die damalige Zeit etwas futuristischer Selbstlader in
den Kalibern 308WIN und 300 Win Mag.
Das Beste an dieser
Waffe war die Befestigung des Zweibeines. Der Abzug ist recht mäßig
und die Schlagzeit ist viel zu lang. Dadurch wird es
sehr schwer gute Gruppen mit einer Waffe zu schießen.
Die Marke Walther
wurde den Japanern verscherbelt! (UMAREK).
Die ENOLA GAY steht
heute im Museum. BOCK'S CAR steht im Museum der US AIR FORCE. Meine
Vorstellungen einer Zusammenarbeit mit Japanern...
WILDEY: Eine riesengroße
Pistole aus Edelstahl, gedacht für die Patrone 45 WIN MAG. Ein Gasdrucklader.
Die ersten waren
grottenschlecht, verloren beim Schießen ab und zu Kleinteile und
waren teuer! Danach kam nicht mehr viel!! Wie
bei der AUTO MAG
gab es natürlich wunderschön gravierte Ausführungen. Reine
Sammlerstücke!.